Stefan Frech / Juni 2025
Unbez. Werbung / Produkttest
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Lesedauer: 8 Minuten
#decathlonag2rlamondiale
Bio Gravelbike
VAN RYSEL GRVL AF
mit 1x10 microSHIFT
Sword
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Mit gleich vier neuen Bio-Gravelbikes mit Alurahmen startet VAN RYSEL in die Saison 2025. Ich stelle euch hier das Modell GRVL AF mit 1x10 microSHIFT SWORD Schaltung in der am härtesten umkämpften Einstiegsklasse bis 1000 Euro vor.
Die neuen Gravelbikes von VAN RYSEL für 2025 im Überblick
V|R GRVL AF 1x10 microSHIFT Sword
Einstiegsgravel mit Premiumanspruch
Die Marke VAN RYSEL dürfte spätestens seit dem fulminanten Debut des Decathlon AG2R La Mondiale Teams mit den krass geilen VAN RYSEL Rennern jedem Radsportfan ein Begriff sein. Kluger Schachzug von Decathlon um VAN RYSEL zu pushen. Doch VAN RYSEL gibt es als Marke tatsächlich schon sehr viel länger und hatte schon immer den Anspruch auch Premium zu sein.
Es hat ein bisschen gedauert, aber pünktlich zum Saisonstart 2025 bringt Decathlon mit dem VAN RYSEL GRVL AF ein komplett neues Bio-Einstiegsgravel für knapp unter 1K in die Läden. Ebenfalls neu, die höherwertigeren Varianten mit 1x12 und 2x12 Antrieb sowie das für unschlagbare € 749,99 angebotene VAN RYSEL Gravel Discovery basierend auf dem bewährten TRIBAN 520er Rahmen.
Hell yeah - ich liebe das neue GRVL AF schon jetzt und ich garantiere euch, es sieht nicht nur moderner als die TRIBAN Modelle aus, sondern es ist es auch! Ohne wenn und aber und in allen Belangen, angefangen beim Bikelayout, über die Komponentenauswahl bis zur Fahrperformance.
Das neue GRVL AF ist in den zwei Farben korianderbraun und granitpink erhältlich. Beides Glanzlackierungen was ich sehr begrüße. Endlich ist der Trend der stumpf-matten Lackierungen gebrochen und man darf wieder bisschen auf Bling-Bling machen. Matt wird das Rad eh von selbst beim Schotter ballern. Wie ihr sehen könnt, habe ich mich für 'korianderbraun' entschieden - aber tatsächlich nur, weil das an die 2025er Paris-Roubaix Werks-RCRs angelehnte 'granitpink' noch nicht verfügbar war.
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Komponentencheck
Idealmix im Einstiegssegment
VAN RYSEL weiß, wie man grundsolide Rahmenkits baut. Beim GRVL AF haben die Produktentwickler aus Frankreich den Fokus auf Vielseitigkeit gelegt. Das Rad muss sportlich um die Ecken gehen, maximale Belastung auf schlechten Wegen ertragen und unter allen Gesichtspunkten ein Höchstmaß an Komfort, Effizienz und Spurhaltung bieten. Herausgekommen ist ein super moderner Alurahmen mit schwarzer Carbongabel für Reifen bis zu 50 mm Durchmesser. In 700 wohlgemerkt. Ausgeliefert wird das GRVL AF mit Hutchinson Touareg Reifen in 700x40c auf Alufelgen mit 27 mm Innenweite. Wer Bock hat, kann direkt auf Tubeless gehen (andere Ventile erforderlich). Für präzises Fahren werden die Räder standesgemäß mit 12 mm Achsen verdübelt. Da verwindet sich nix - so muss das sein für den Ritt auf den kleinen Steinchen.
Vor allem wenn man ordentlich in die Pedale tritt. Und das kann man mit dem microSHIFT Antrieb aus Taiwan definitiv. Zehn gut sortierte Gänge stehen mit der 11-48er Advent X MTB-Kassette zur Verfügung. Hebel und Schaltwerk sind aus der wertigen SWORD Gravelgruppe von microSHIFT, die sich als ernsthafte Konkurrenz zu Shimano GRX etabliert hat. Komplettiert wird der Antrieb mit einer Miranda Chainflow 3D Kurbel mit 40 Zähnen.
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Gebremst wird mit nicht weniger als der besten mechanische Scheibenbremse des Marktes, der TRP Spyre in Verbindung mit 160er original TRP-Scheiben (Centerlock) und halbmetallischen Bremsbelägen. Für all diejenigen die es noch nicht wissen, TRP ist die Edelmarke von Tektro.
Beim Thema Sitzen bedienen sich die Franzosen aus dem Konzernregal. Alu-Sattelstütze von B'TWIN und Comfort Sattel für die 30° Position - immerhin im sehr modernen Layout in breit & kurz.
Noch paar Worte zum Cockpit - doch ihr vermutet es bereits, auch da macht VAN RYSEL alles richtig. In den Rahmengrößen M und L gibt's einen Lenker mit 440 mm Breite und amtlichen 16° Flare (ergibt unten dann eine größte Breite von 550 mm). Der verkürzte Vorbau von 80 bzw. 90 mm dürfte für die meisten von uns passen. Wer es entspannt angehen möchte und vielleicht vom Mountainbiken kommt, fährt den Vorbau nach oben gedreht (+7°) - wer rückenmäßig schon fit ist, fährt den Vorbau nach unten gedreht (-7°) und wer noch mehr Aero braucht nimmt zusätzlich die Spacer raus. Perfekt!
Alles zusammen macht das laut Hersteller 10,83 kg in Größe M und unter dem Strich hat VAN RYSEL mit diesen Komponenten das Maximale für uns rausgehaut.
Mit 178 cm habe ich mich aufgrund der Geometriedaten für die Rahmengröße M entschieden. Normalerweise fahre ich gern einen etwas größeren Rahmen, aber beim GRVL AF beträgt der Unterschied am Steuerrohr zwischen dem M und dem L volle 30 mm. Das sorgt zwar für zusätzlichen Komfort durch eine aufrechtere Sitzposition, aber eben auch für erhöhten Luftwiderstand. Nach den ersten gefahrenen Kilometern weiß ich: Alles richtig gemacht bei der Größenwahl. Das M ist der 'Perfect Match' für mich.
Ach übrigens, das GRVL AF wird mit einem wirklich netten Zubehörkit ausgeliefert. Dieser beinhaltet neben der Standard-Montageanleitung eine Klingel, eine Tube Fett, ein funktionales Drehmomentschlüsselset sowie ein batteriebetriebenes Vorderlicht und Rücklicht. Das finde ich mal richtig cool.
Fahren
Gefühlt eine Klasse für sich
Das VAN RYSEL GRVL AF ist eine Fahrmaschine vom Feinsten. Ja, im Vergleich zum XC-MTB fehlt die letzte Spritzigkeit auf Singletrails, doch darauf kommt es ja beim "Graveln" gar nicht an. Dafür kannst du mit über siebzig Sachen die Berge runterballern, die du dir zuvor erkämpft hast. Und dabei ist es egal, ob das Asphalt oder Schotter ist. Denn das GRVL AF liegt wie das sprichwörtliche Brett. Die Reifen überzeugen wirklich auf jedem Terrain. Nachrüstung? Brauchste nicht. Passt.
Natürlich müssen die Bremsbeläge gut eingebremst werden bevor sie maximal zupacken - doch dann bringen sie das GRVL AF samt Rider und gegebenenfalls mitgeführter Bikepacking-Ausrüstung sicher zum stehen. Schon klar, die Handkraft ist etwas höher als bei einer Hydraulikbremse und auch der Druckpunkt ist weicher, doch insgesamt ist die Bremsleistung mehr als ausreichend. Ich liebe diese Bremse, denn sie ist so wunderbar unkompliziert.
Und die Sword? Was soll ich sagen - die Gänge lassen sich präzise hoch- und runterschalten. Das Sword-Schaltwerk macht dabei einen wirklich soliden Eindruck - da braucht man viel Phantasie, um noch einen echten Qualitätsunterscheid zur GRX festzustellen. Bei der Schalt-Bremshebel-Kombination verzichten die Taiwanesen auf Systemintegration und so ist jeder Funktion ein separater Hebel zugeordnet. Wirkt aufs Erste etwas fummelig, hat aber beim Fahren den großen Vorteil, dass Fehlbedienungen praktisch ausgeschlossen sind. Wirklich lässig ist, dass man in einem Zug bis zu drei Gänge runterschalten kann. Ihr merkt, ich schwinge bereits das Fan-Fähnchen für die Sword.
Auf jeden Fall erwähnenswert: Die Ergonomie der Hoods. Wow, die fassen sich einfach richtig gut an. Für das Cockpit als Ganzes möchte ich noch anmerken, ob Obergriff, Untergriff, Bremshebel - für meine mittelgroßen Hände passt das alles perfekt.
Mega überzeugend ist die Laufruhe des Bikes. Ich hatte noch kein Gravelbike, dass so easy und vor allem so sicher zu fahren ist. Trotz des flacheren Lenkwinkels werden Lenkimpulse dabei direkt und präzise umgesetzt. Freihändig fahren ist also super einfach mit dem Rad. Sicher, das ist kein wirkliches Kriterium. Einhändig fahren allerdings schon (ich denke da an den Griff zur Trinkflasche oder zum Handy) und das ist mit dem GRVL AF absolut unkritisch. Die Carbongabel flext und dämpft im richtigen Verhältnis und die Hinterbaukonstruktion sorgt dafür, dass Schläge nicht direkt in die Bandscheiben geleitet werden. Gefühlt ist das eine Klasse für sich. Auch im Antritt und wenn Attacke angesagt ist, verhält sich das GRVL AF vorbildlich. Da kommt alles an Legpower ohne spürbare Einbußen am Hinterrad an. So muss das sein. Qualitätsempfinden? Kein Knarzen, kein Knacken oder gar Klappern. Was kostet das Bike - knapp 1K? Vom Feeling ist das ja mal lässig das Doppelte wert.
Nach den ersten 1.000 km kann ich mit gutem Gewissen sagen: Alles richtig gemacht mit dem Kauf des GRVL AF. Es fährt sich phantastisch gut.
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Technische Daten
Zahlen, Daten, Fakten
Sind zehn Gänge wirklich genug? Ein Übersetzungsspektrum von satten 436% ist 'ne gute Ansage. Schaut euch die zwei Tabellen und die Grafik an. Das 48er Ritzel ist in jedem Fall ausreichend für alles, was der Hutchinson am Hinterrad an Traktion abliefern kann. Der erster Gang ist also absolut ausreichend. Und oben raus liegen bei moderaten 85 Kurbelumdrehungen pro Minute gute 41 km/h an. Freizeitfahrer werden damit sehr gut klar kommen. Alles über 50 km/h geht nur über die Hangabtriebskraft.
Die Schaltsprünge sind natürlich größer als bei einer 11er, 12er oder gar 13er Kassette. Doch man muss ganz klar sagen, dass Hobbyradler sowieso nicht permanent an der persönlichen Watt-Leistungsgrenze fahren - und nur dann machen ja die ganz engen Abstufungen wirklich Sinn. Weniger ist also tatsächlich mehr, gerade auch aus Gewichtsgründen.
Gewicht ist immer ein Thema. Darum habe ich die Herstellerangaben nachgemessen. Mein VAN RYSEL GRVAL AF in Größe M wiegt mit den serienmäßig montierten Kunststoffpedalen exakt 11,28 kg. Die Kunststoffpedale (99493) wiegen 350 g und bringt man das zum Abzug, ergibt sich ein Nettogewicht von 10,93 kg. Die Herstellerangabe wird um 1% überschritten, was im technischen Toleranzbereich liegt.
Mein Fazit
Die Krone ist zurück bei Decathlon V|R
Obwohl das VAN RYSEL GRVL AF einhundert Euro teurer ist als das 2025er CUBE NUROAD ONE, holt sich Decathlon dennoch die Krone bei den Gravelbikes im Einstiegssegment unter 1K zurück. Ausschlaggebend sind unter anderem die Bremsen. Hier macht VAN RYSEL einfach keine Kompromisse und setzt sich damit an die Spitze. Sicherheit sticht bei mir und ich denke bei euch ebenso, oder?
Aber auch bei der Geometrie hat das VAN RYSEL leicht die Nase vorn. Inspiriert von den Paris-Roubaix Rennern, läuft das GRVL AF sowas von easy über schlechte Wege - ein Pluspunkt für all diejenigen, die mit dem Rad auch auf Bikepacking-Touren gehen möchten. Vielseitigkeit ist schließlich ein wichtiger Punkt und den holt sich das GRVL AF mit microSHIFT Sword.
Schlussfrage: Ist beim Einstiegsbike VAN RYSEL GRVL AF auch wirklich genug VAN RYSEL DNA drin? Definitiv. Du fährst los, biegst bei dir in den Forst ab und glaubst du bist im Wald von Arenberg. Ziemlich cool. Den Produktdesignern ist ein großer Wurf gelungen.
Das VAN RYSEL GRVAL AF ist für mich das Peak-Mechanical-Gravelbike, denn es liefert durch alle Baugruppen überzeugend ab und zeigt keinerlei Schwächen. Gutes Gefühl, ein Frame Kit zu haben, welches auch beim knapp 1,7K teuren Topmodell verwendet wird. Gutes Gefühl, dass man einen weltweit viel beachteten und hochgelobten Antrieb an Bord hat. Gutes Gefühl, dass man kein Hydrauliker sein muss, um die Bremsen zu warten und finally ein gutes Gefühl, dass man vor der Ausfahrt keinen Schaltungsakku laden muss. Denn die Grundidee des Gravelbikens ist einfach losballern - und das geht mit dem VAN RYSEL AF für unter 1K ganz hervorragend.
Mehr Detailbilder und weitere Infos/Textaktualisierungen folgen. Und natürlich gibt's auch regelmäßig Beiträge zum GRVL AGF auf meinem Instagram und Facebook.
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Für wen ist das VAN RYSEL GRVL AF geeignet?
Ich sehe vier unterschiedliche Rider-Typen, für die das VAN RYSEL GRVL AF hochinteressant ist. Diese sind:
Individualisierung und Zubehör
Mein VAN RYSEL GRVL AF wurde von Decathlon mit Kunststoff-Flachpedalen ausgeliefert. Cool, dass die Pedale dazu sind, aber ich habe direkt meine Lieblingsclickies bestellt. Noch ein leichter Flaschenhalter und 'ne Mini-Bag für Notfallkit und Schlüssel - mehr braucht es nicht. Ok, ein Fahrradcomputer ist natürlich schon hilfreich :-)
Fahrradcomputer
Van Rysel GPS 500
Produktbild: Decathlon
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Klickpedale MTB
Shimano M520 SPD
Produktbild: Decathlon
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Fahrradschuhe
ROCKRIDER XC-700 schwarz
Produktbild: Decathlon
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Flaschenhalter
mit seitlichem Zugriff
Produktbild: Decathlon
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Trinkflasche
SoftFlow / 800 ml / schwarz
Produktbild: Decathlon
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Satteltasche 100
0,5 Liter / schwarz
Produktbild: Decathlon
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Ein bisschen Tuning geht immer...
Decathlon / Van Rysel hat beim GRVL AF ein super Paket geschnürt - doch ein bisschen was kann man immer verbessern. Mein Verständnis dabei: Das Tuning muss einen echten Mehrwert bringen und es muss von den Kosten zum Gesamtpreis des Bikes passen.
Wie immer gehe ich für euch dabei in den Vorlauf und teste die Produkte am eigenen Rad und nur wenn das rockt, dann empfehle ich euch die Teile hier im Blog.
Aktuell habe ich eine Carbon-Sattelstütze und einen Carbonsattel montiert. Zusammen mit den von mir montierten Shimano SPD-Pedalen liege ich jetzt bei 10,97 kg.
TPU-Schläuche sind ein 'Must-Have' mit echtem Performanceeffekt: Das Rad lässt sich damit spürbar leichter beschleunigen und hat insgesamt einen geringeren Rollwiderstand. Und das bei gleichzeitig verbessertem Pannenschutz und weniger Gewicht. Win-Win. Der TPU-Schlauch von CYCLAMI bringt es auf 48 g und somit lassen sich weitere 200 g an Gewicht für sehr günstige 28,- Euro einsparen.
Die 150 g Gewichtsersparnis durch die G- anstelle der H-Kassette von microSHIFT ist ebenfalls eine sehr smarte Tuningoption - vor allem, weil die Kassette ja sowieso irgendwann ersetzt werden muss. Die leichtere CS-G104-Kassette gibt es bereits ab 56,- Euro im Netz. Damit liege ich mit dem GRVL AF bei extrem wettbewerbsfähigen 10,59 kg und das bestätigt nochmals, wie gut die Basis des GRVL AF ist.
Wer sein wirklich finales Setup hinsichtlich Vorbaulänge und Lenkerhöhe gefunden hat, kann natürlich mit einem Carbonlenker mit integriertem Vorbau nochmal gut was an Gewicht sparen. Aktuell habe ich das nicht auf dem Schirm, denn jetzt will ich vor allem richtig viel mit dem VAN RYSEl GRVL AF fahren - dafür habe ich es mir ja schließlich gekauft :-)